Die Geschichte der Pauluskirche
Im Jahre 1311 stiftet der Graf von Sponheim eine Kirche, deren Weihe 1332 vermerkt ist. Die Lage mitten im Nahefluss auf der Insel (Wörth) ist exponiert, aber auch verbindend. Denn der mit Stadtrechten verbrieften Altstadt erwächst auf dem linken Ufer eine konkurrierende Siedlung heran - die Neustadt. Im gleichen Zeitraum entsteht die steinerne Nahebrücke. Nach der Reformation wird die Kirche evangelisch. Die Pfälzischen Erbkriege hinterlassen 1689 eine Ruine, die sich im Simultaneum katholische und protestantische Christen teilen.
Zwischen 1768 und 1781 erfolgt unter Leitung des Meisenheimer Baumeisters Philipp Hellermann der Wiederaufbau. Er prägt im Wesentlichen das heutige Aussehen mit Turm, barocker Haube, einschiffiger Saalkirche und gotischem Chor. Die Einweihung am 29. Juni 1781, dem Peter und Paul Tag, gibt der Kirche den Namen Pauluskirche.
2011 feiert die Stiftung der Kirche auf dem Wörth
ihr siebenhundert jähriges Jubiläum
Im Chor finden von 1863 bis 1914 anglikanische Gottesdienste für die englischen Kurgäste statt. So nahe war sich Europa an der Nahe. In der Folgezeit sieht die Pauluskirche mancherlei Häupter, die eine andere europäische Perspektive haben und doch nur teure Kriegsschäden hinterlassen. 1957 baut die Fa. Oberlinger aus Windesheim eine historische anmutende Orgel, die sich den Formen des Kirchenraumes anpasst. 1982 feiern die christliche Gemeinde und die Stadt Bad Kreuznach das 200-jährige Bestehen der barocken Pauluskirche. 2011 jährt sich die Stiftung der Kirche auf dem Wörth zum 700. Mal.
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